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Situationsplan
Ansicht Hoffassade
Ansicht Strassenfassade
Erdgeschoss

Neubau Mehrfamilienhaus Mit Kindergarten
und Tagesheim
Riehenring 199/ 201 , 4085 Basel

 

April 2001, Studienauftrag 1. Preis

 

Trinkler Engler Ferrara Architekten

 

Das Mehrfamilienhaus mit Kindergarten, Tagesheim und 16 grosszügigen Wohnungen steht am Riehenring in Basel. Diese Strasse bildet die Hauptstrasse entlang der grosszügigen Bauten der Messe Basel, des Musicaltheaters aber auch der zukünftigen Entwicklung des DB-Areals. Der Neubau schliesst eine Baulücke im unteren Kleinbasel und vervollständigt somit die quartiertypische Blockrandbebauung. Das Gebäude gilt als Vorzeigeprojekt, da es sich einerseits um das erste Minergie- Mehrfamilienhaus in Basel handelt, zudem stellt es einen Meilenstein im Aktionsprogramm der Basler Regierung IAK (= Integrale Aufwertung Kleinbasel) dar.

 

Die äussere Materialwahl findet auch im Inneren eine konsequente Umsetzung, indem alle Böden mit anthrazitfarbenen Bodenplatten, alle Innentüren, Schrankfronten und Sockelleisten in naturlasiertem Holz realisiert wurden. Die Wände und Decken sind in zurückhaltendem Weisston ausgeführt, so dass zwischen der Holzlasur, der Bodenfarbe und dem Weiss eine spannende, sinnliche Atmosphäre entsteht.

 

Im Innenhof befindet sich eine halböffentliche Parkanlage, welche sowohl vom Riehenring als auch vom dahinterliegenden Quartier zugänglich ist. Die Strassenfassade mit ihren warmen, geschosshohen Holzfenstern und dem anthrazitfarbenen Schiebeläden vermittelt zwischen den Nachbarbauten und setzt einen klaren Akzent. Die Ansicht ist ein lebendiges, sich stets änderndes Bild, welches die Bewohner durch deren Benutzung mitgestalten.
Hofseitig wird der Fassade eine vollständig abgelöste Balkonschicht vorgesetzt, welche den öffentlichen Teil der Wohnungen nach Westen und zum Grünraum ausweiten. Eine klare einfache Baustruktur bestehend aus Fassadenstützen und Tragwänden ermöglicht, dass verschiedene Nutzungen wie Kindergarten, Tagesheim und Wohnungen in einem Baukörper organisiert werden können. Obwohl in einer derartigen flexiblen Struktur, unterschiedliche Wohnungstypologien realisiert werden könnten, hat sich die Bauherrschaft für einen klaren Wohnungstyp entschieden, so dass auf der Westseite die Wohn- Ess- und Kochzone und auf der Ostseite die Individualräume wie Schlaf- oder Bürozimmer angeordnet sind.