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Strassenansicht
Ansicht Garten
Ausschnitt Fassade

Abbruch und Neubau MFH mit AEH
Gartenstrasse 1-5, 4052 Basel

Planung und Ausführung: 2008-2015

 

Die zu beplanenden Grundstücke befinden sich in Großbasel im St. Albanquartier an der exponierten Kreuzungssituation von Engelgasse und Gartenstrasse.

Beide Strassen sind trotz ihrer Nähe zum Aeschenplatz und den viel befahrenen Strassen – St. Alban Anlage und St. Jakobs Strasse – verhältnismäßig ruhige Strassen.

 

Entlang der „ersten Reihe“ der St. Alban-Anlage sowie in der Gartenstrasse haben sich Firmen wie UBS oder Helvetia angesiedelt und errichten dort große und massige Büro- und Geschäftsgebäude,  die Bebauung entlang der Engelgasse variiert. Hier gibt es sowohl große Bürogebäude (Richtung Gartenstrasse) wie auch Wohnbebauung (Richtung Lange Gasse).

Die Lage der Parzellen an einer solch signifikanten Straßenecke erfordert vom Gebäude ein grosses  Maß an Exklusivität, einen hohen Wiedererkennungswert und das kompromisslose Einfügen in die städtebauliche Gesamtsituation.

 

Im Umgang mit den zuvor analysierten bauplanrechtlichen Rahmenbedingungen entstand ein einzelner Gebäudekörper. Dieser ermöglicht durch seine vier Geschosse die problemlose Anbindung an die direkten Nachbargebäude, wie UBS, Helvetia oder das Adimmo-Gebäude.

 

Geplant sind 24 helle, moderne Mietwohnungen mit je 60 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche. Unter den 24 unterschiedlichen Wohnungstypen kann zwischen 2.5, 3.5 und 4.5 Zimmer ausgewählt werden. Sechs Wohnungen sind auf 4 Geschossen verteilt und jede zweite Wohnung wird über einen Erschliessungskern erschlossen. Die Erdgeschosswohnungen haben einen direkten Zugang zu ihren Privatgärten, die mittleren Geschosse bieten an der Südfassade grosse Balkone und im Dachgeschoss entstehen grosszügige Terrassen. Die öffentlichen Wohnbereiche sind im Süd-Osten während die privaten Räume im  Nord-Westen ausgerichtet sind. Im Sockelgeschoss stehen für alle Bewohner ein grosszügigen Kellerabteil, vier Hobbyräume, eine Waschküche und ein Velostellabstellraum zur Verfügung. Zum Parkieren bietet das Gebäude zwei Parkebenen mit 27 Parkplätzen an.

 

Um den monolitischen Gebäudekörper in seiner exponierten Ecksituation noch präsenter zu gestalten, wird eine das Gebäude eine umfliessende Fassade entwickelt.

Auf den ersten Blick ist die eigentliche Geschossigkeit des Gebäudes nicht erkennbar, es wirkt skulptural. Das ursprünglich stringente Band wird durch ein scheinbar willkürliches Spiel mit unterschiedlichen Brüstungshöhen aufgelöst. Die beiden Brüstungshöhen wechseln in Bezug auf die Grundrisstypen unregelmässig ab. Hier ist der Bezug zur Umgebung besonders wichtig und deshalb gewollt. Das komplexe Fassadenthema wird zusätzlich in den Aussenraum transportiert, die Bepflanzung varriert in Höhe und Form und ergänzt so das horizontale Fassadenspiel auch in der vertikalen. Um eine Mischung in diesem Gebiet zugwährleisen, werden an den Fassaden dunkle Putzfarben (Büro- und Geschäftsgebäude) mit Holzpaneelen (Wohngebäude) als Materialisierung vorgesehen.

 

Die Gliederung des Gebäudeinneren ergibt sich aus dem Stützenraster der Tragstruktur. Die Erschliessungskerne, ein Treppenhaus und Aufzug sowie Wohnungstrennwände fungieren als aussteifende Elemente. Die dadurch erzielte Flexibilität, lässt unterschiedlichste Grundrisse zu.

Die Stützen und die Wandscheiben der Fassade hinter den Holzpaneelen werden als selbsttragend, dahinter gestellte, getrennte Betonstützen und Wandscheiben ausgeführt.