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Rückwärtige Fassade
Eingangsbereich
Detail Fassade
Strassenansicht

Neubau Mehrfamilienhaus
Binningerstrasse 41, 4104 Oberwil

Planung und Bauzeit: 2009 – 2011

 

Das Grundstück, in unmittelbarer Nähe zum Ortskern, wird von der Binningerstrasse sowie dem Fussgängerweg „Untere Stallen“ und von freistehenden Nachbargebäuden begrenzt. Trotz der heterogenen Baustruktur des Quartiers, weisen die angrenzenden Bauten eine klare geometrische Anordnung auf. Dies nimmt der neue Baukörper auf und fügt sich parallel zu den seitlich stehenden  Nachbarn ein. Am Schnittpunkt zwischen Gebäuden, die direkt an der Strasse stehen, und zurückversetzter Gebäude vermittelt die Strassenfassade, indem sie die beiden unterschiedlichen Kanten aufnimmt und verbindet. Die Hoffassade hingegen entwickelt sich völlig frei, wodurch ein freier geometrischer Körper entsteht. Mit diesem Konzept vermag das Gebäude einerseits zwischen den bestehenden Bauten zu vermitteln und vertritt andererseits eine klare und selbstbewusste architektonische Eigenständigkeit.

 

Das dreigeschossige Gebäude besitzt ein Sockelgeschoss mit Autoeinstellplätzen und Kellerräumen, zwei Wohneinheiten auf jeweils einer Ebene und einer Maisonette-Wohnung über 2. Obergeschoss und Attikageschoss. Zu jeder Wohnung gehört neben einer Loggia auch ein Wintergarten. Die Maisonettewohnung besitzt darüber hinaus eine grosse Terrassen im Attikageschoss.

Der eher geschlossene Charakter des Hauses zur Binningerstrasse gewährt den Bewohnern, trotz der zentralen Lage, eine ruhige und angenehme Wohnsituation. Hier liegen der Hauseingang, Erschliessungsbereich und Nebenräume. Im Gegensatz dazu öffnet sich die Süd-Fassade zum Garten grosszügig, wo Wohn- und Schlafräume sowie die Wintergärten und Loggien angeordnet sind.

Aufgrund der freien geometrischen Grundfigur ergeben sich im Innern dynamische Räume. Betritt man eine Wohnung, gelangt man durch den sich konisch erweiternden Eingangsbereich wie durch einen „Sog“ in den offenen und hellen Wohnraum.

 

Die Dynamik der freien geometrischen Grundform wird im Gebäudevolumen durch die Fensteranordnung unterstützt. Die flächig wirkenden, raumhohen Fensteröffnungen beziehen sich zum einen von Geschoss zu Geschoss aufeinander, zum anderen verspringen sie in einem bestimmten Mass zueinander. Dadurch entsteht ebenfalls in der Vertikalen eine horizontale Dynamik.

Bezug nehmend auf die unterschiedliche Farbigkeiten der Nachbargebäude erhält das Gebäude eine neutrale Farbe in einem hellen beigefarbenen Putz, die Holz-Metallfenster einen warmen Braunton mit Glimmereffekt. So fügt sich das auffallende Volumen durch seine Materialität und Farbigkeit wieder in die Umgebung ein.